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Wie solltest du mit Instagram Hashtags umgehen? Wie viele solltest du nutzen? Im Text oder in den ersten Kommentar posten? Straft dich Instagram ab, wenn du immer wieder die selben Hashtags verwendest?

Diese und weitere Hashtag-Mythen und Halbwahrheiten halten sich immer noch hartnäckig und lassen einen wirklich verzweifeln. In diesem Beitrag sprechen wir über die 5 größten Hashtag-Mythen und ich versuche dir zu erklären, was wirklich dahintersteckt.

Doch bevor wir anfangen, eine wichtige Sache noch – Instagram verändert sich fast täglich. Daher ist meine wichtigste Empfehlung an dich: Testen, testen, testen. Verlasse dich nicht auf pauschalen Tipps aus dem Internet, sondern teste die verschiedenen Ansätze aus, um herauszufinden, was bei dir die besten Ergebnisse bringt.

Instagram Hashtags Mythos 1: Wenn ich viele Hashtags nutze, bekomme ich weniger Reichweite

Instagram lässt 30 Hashtags pro Posting zu.

Es stellt sich daher die Frage, warum sollte uns Instagram abstrafen, wenn wir unter dieser Grenze bleiben?

Wir werden nicht abgestraft, wenn wir alle 2.200 Zeichen der Bildbeschreibung ausnutzen, oder wenn wir ein 60 Sekunden langes Video bei Instagram posten.

Warum sollten dann die Hashtags eine Ausnahme sein?

Wenn du 30 sinnvolle Hashtags für dein Posting findest, spricht meiner Meinung nach nichts dagegen, sie auch zu verwenden.

Das Stichwort hier ist allerdings „sinnvoll.“ Verwendest du Hashtags, die nur halbwegs oder gar nichts mit dem Inhalt des Beitrags zu tun haben, dann könnte das tatsächlich zu weniger Reichweite führen.

Allerdings nicht, weil Instagram dich bestrafen möchte.

Instagram nutzt unter anderem die Hashtags, um den Inhalt deiner Seite und den einzelnen Beitrag zu kategorisieren. Je mehr Hashtags du verwendest, die nicht zum Inhalt passen, desto „verwirrter“ ist Instagram und zeigt dich unter Umständen weniger Nutzern an.

Das hat auch Instagram-Mitarbeiter Heiko Hebig in diesem Interview bestätigt. Er sagte unter anderem:

Wir empfehlen, nicht mehr als maximal zehn Hashtags zu nutzen, da es sonst einfach zu unübersichtlich wird. Das gilt sowohl für Posts, als auch für Kommentare.

Eine großangelegte Studie der Social-Media-Analyse-Plattform Fanpage Karma widerspricht aber diesen Behauptungen.

Fanpage Karma hat mehr als fünf Millionen Posts von 300.000 Instagram-Profilen untersucht und die Zahlen ins Verhältnis gesetzt.

Das Ergebnis: Die größte Reichweite pro Follower erzielen Beiträge mit 20 bis 24 Hashtags.

Instagram Hashtags Mythos 2: Ich werde abgestraft, wenn ich immer wieder die selben Hashtags verwende

Das ist eine weitere Behauptung, die ich schon häufiger gehört habe.

Auch wenn ich keine Beweise dafür habe, dass sie NICHT stimmt – frage ich mich, was der Sinn einer solchen Strafe sein sollte?!

Im Endeffekt schaden wir uns selbst, wenn wir immer wieder die selben Hashtags verwenden. Denn wenn wir neue Hashtags dazunehmen, werden wir auch von anderen Usern entdeckt.

Ich achte schon darauf, nicht immer wieder die selben Hashtags zu verwenden, ich suche aber nicht immer für jedes Posting komplett neue Hashtags aus.

Meine Empfehlung: Erstelle dir eine Notiz auf dem Smartphone und speichere dir hier alle Hashtags, die generell zu deinem Thema passen. So kannst du immer wieder variieren, ohne jedes Mal neue Hashtags suchen zu müssen.

UPDATE: Ich habe diesen Artikel in eine Facebook-Gruppe rund um das Thema Instagram gepostet, in der auch einige Instagram-Mitarbeiter unterwegs sind. Deren Kommentar:

Bilder und Videos, die gegen die Richtlinien verstoßen, werden nach Meldung und Überprüfung entfernt und SPAM-Accounts gelöscht. Ansonsten wird keiner von Instagram für irgendwas abgestraft.

Fair enough 😉

Instagram Hashtags Mythos 3: Es ist besser die Hashtags in die Textbeschreibung / in den ersten Kommentar zu posten

Auch bei diesem Punkt gehen die Meinungen stark auseinander. Die einen schwören auf die eine, die anderen auf die andere Vorgehensweise.

Doch was soll der Sinn dahinter sein? Warum die Hashtags im Kommentar, statt in der Textbeschreibung posten? 

Die Hahstags in den ersten Kommentar zu posten ist eine Praxis, die aus den “guten, alten Instagram-Zeiten” stammt.

Damals war es möglich durch ein einfaches Austauschen oder Ergänzen der Hashtags sein altes Bild wieder ganz nach oben in die Suchergebnisse zu einem bestimmten Hashtag zu “pushen”. Für Instagram sah das fast so aus, als hättest du einen neuen Beitrag veröffentlicht.

Dies ist allerdings schon lange nicht mehr der Fall. Jetzt wird die Zeit der Veröffentlichung des Beitrags berücksichtigt und nicht wann die Hashtags eingefügt wurden.

Die Hashtags im Nachhinein zu ändern oder zu ergänzen bringt heute so gut wie gar nichts.

Insofern ist es – rein technisch – völlig irrelevant, ob du die Hashtags in den Kommentar oder in die Bildbeschreibung postest.

Instagram Hashtags Mythos 4: Wenn ich Hashtags wie #like4like nutze, bekomme ich mehr Likes

Der Hashtag #like4like steht für “Like for Like”.

Wenn du also diesen Hashtag verwendest, signalisiert du also, dass du die Bilder der Personen “zurück-likest”, die deine Bilder liken.

Eigentlich eine ganz nette Sache.

Allerdings hat diese Praxis einen großen Nachteil: User aus aller Welt verwenden diesen Hashtag und liken zurück, ohne dass sie sich wirklich für dich oder deine Postings interessieren.

Wenn du Instagram nur aus Spaß verwendest – dann kannst du dich auf ein paar mehr Likes freuen.

Wenn du aber dein Business promoten willst oder neue Kunden auf deine Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam machen möchtest – dann ist die Teilnahme an solchen #like4like-Aktionen in meinen Augen eine Zeitverschwendung.

Stattdessen solltest du dich mit den sogenannten Engagement-Gruppen beschäftigen. 

Instagram Hashtags Mythos 5: Große und bekannte Hashtags bringen mehr Likes und Follower

Jeder, der sich mit dem Thema SEO nur ansatzweise beschäftigt hat, weiß: Es ist verdammt schwer, für bekannte und schon von großen “Playern” besetzten Keywords gute Rankings zu erzielen.

So ähnlich funktionieren auch die Hashtags auf Instagram. Es gibt bei jedem Thema eine Handvoll Hashtags, die fast jeder kennt und verwendet.

Das führt dazu, dass die Suchergebnisseiten zu diesen Hashtags im Sekundentakt mit neuen Postings überschwemmt wird.

Außerdem werden diese Hashtags von Usern aus aller Welt verwendet. Auch hier solltest du dir die Frage stellen: Was habe ich davon, wenn ich Likes von jemandem aus dem anderen Ende der Welt bekomme? Interessieren sich diese User für meine Inhalte/Produkte/Leistungen wirklich und können sie den Rest meiner Instagram-Seite verstehen?

Vor allem wenn du User aus der deutschsprachigen Region erreichen möchtest, ist es sinnvoll auf deutschsprachigen Hashtags zu setzen.

Was ist deine Meinung zu diesen Hashtag-Mythen? Hast du auch manchmal das Gefühl, von Instagram “abgestraft” zu werden? Ich freue mich auf Kommentare.