Als Business-Inhaber möchten wir nicht nur Likes und Follower sammeln, sondern auch über Instagram verkaufen.

Nach Instagrams Angaben haben 80% der Instagram-User Accounts von Brands und Unternehmen abonniert.

Doch nur weil eine Person deinen Account abonniert hat, bedeutet es nicht automatisch, dass sie auch von dir kaufen wird.

Wie schaffen wir es, unsere Follower für unsere Produkte oder Leistungen über Instagram zu begeistern und sie zu Käufern zu machen?

In diesem Artikel (und Video) findest du 3 Tipps, wie du deine Produkte oder Leistungen über Instagram verkaufen kannst.

Tipp #1: Hol‘ die Follower in deinen Newsletter

Das ist etwas paradox, aber der beste Weg, über Instagram zu verkaufen, ist das “Verkaufsgespräch” abseits von Instagram zu führen.

Ja, die User lassen sich über Instagram gerne inspirieren, doch die meisten schaffen den Sprung von Instagram bis zum Warenkorb dann doch nicht so schnell.

Das liegt nicht unbedingt daran, dass sie kein Interesse an deinen Produkten oder Leistungen haben oder dass sie diese nicht gut finden.

Instagram ist eine mobile Plattform und das bedeutet, dass deine Follower meistens gar nicht in der Lage sind, den Kauf abzuschließen.

Sie sind irgendwo unterwegs, warten in einer Schlange oder liegen gemütlich auf dem Sofa – während die Kreditkarte weit weg irgendwo im Portemonnaie steckt.

Das gilt übrigens nicht nur für Instagram, sondern für die meisten Social Media Plattformen.

Daher sollte dein erster Schritt sein, aus deinen Instagram-Followern zunächst Leads (Interessenten) zu machen.

Am besten klappt das über den Newsletter. Im Idealfall bietest du deinen Followern etwas von großem Mehrwert an – im Austausch für ihre Kontaktdaten (Name und E-Mail). Das nennt sich auch ein Lead Magnet

Diese Strategie hat mehrere Vorteile.

Vorteil 1:  Die Follower sind nicht “gezwungen”, direkt zu kaufen. Stattdessen bekommen sie sogar etwas von dir “geschenkt”. Außerdem geht Newsletter abonnieren einfacher und schneller, als ein Produkt kaufen oder eine Leistung buchen.

Vorteil 2: Wenn du für einen kostenlosen Lead Magnet auf Instagram wirbst, wird das als weniger störend empfunden und du gewinnst mehr Newsletter-Abonnenten.

Vorteil 3: Du kannst das gesamte “Verkaufsgespräch” außerhalb von Instagram auslagern und die Plattform überwiegend zum Inspirieren und Austauschen nutzen.

Vorteil 4: Du hast dir einen weiteren “Touchpoint” zu deinen potenziellen Kunden geschaffen. Je mehr Kontaktpunkte du zu deinen potenziellen Kunden hast, desto besser.

Auch ich nutze den Link in der Bio, um meine kostenlosen PDF-Guides zu promoten. So baue ich meine E-Mail Liste auf und informiere meine Newsletter-Abonnenten später per E-Mail über neue Angebote, Workshops, Kurse etc.

Tipp #2: Zeige das Endergebnis

Wir kaufen keine Produkte oder Leistungen. Wir kaufen eine bessere Version von uns selbst.

Daher werden die meisten Kaufentscheidungen meistens auf einer emotionalen Ebene getroffen werden.

Und gibt es einen besseren Weg, Emotionen auszulösen, als durch Bilder und Videos?

Anstatt also über die Merkmale oder Eigenschaften deiner Produkte oder Leistungen zu sprechen, zeige deinen Followern welche Transformation sie erleben werden, wenn sie dein Produkt kaufen oder deine Leistung in Anspruch nehmen.

Werden sie sich attraktiver fühlen? Stylischer? Oder werden sie mit deiner Hilfe fitter? Oder werden sie lernen, wie sie mit ihrem Hund richtig umgehen?

Nutze Instagram, um das Endergebnis zu zeigen und wie dein Produkt oder deine Leistung das Leben deiner Follower verändern wird.

Diese Grafik bringt dieses Konzept auf den Punkt.

Über Instagram verkaufen

Tipp #3: Schaffe eine Community rund um deine Produkte oder Leistungen

Kennst die Uhren- und Accessoiresmarke Paul Hewitt?*

(*Keine Anzeige, kein Affiliate-Link.)

Der Markt für minimalistische, erschwingliche Uhren ist in den letzten Jahren stark umkämpft, doch diese Marke hat es geschafft, sich von der Masse an (seien wir mal ehrlich) austauschbaren Uhrenmarken abzusetzen.

Wie sie das geschafft haben?

Sie verkaufen mehr als ein Produkt. Mit dem Slogan “Get anchored to things you love” haben Sie ein Movement, eine Community geschaffen.

Unter dem Hashtag #getanchored laden die Kunden fleißig und ohne “Aufwandsentschädigung” tausende von Fotos der stylischen Uhren und Armbänder hoch (Stand September 2017: Ca. 30.000). Sie machen das, weil sie dieser stylischen Community angehören wollen.

Die Marke nutzt diese Fotos (User Generated Content) um den eigenen Account damit zu bespielen, was wiederum bei neuen Kunden den Kaufwunsch auslöst.

Wie baut man eine Community auf?

Die einfache Antwort lautet: Du musst für irgendwas stehen und das ganz klar kommunizieren. Damit ziehst du Follower (und Kunden) an, die sich mit deinem Standpunkt, mit deinem Betrachtungswinkel oder deiner Version eines Produktes identifizieren können.

Die Community ist ein wichtiger Zwischenschritt, um aus deinen Followern Kunden zu machen. Es ist nämlich deutlich einfacher, Käufe zu generieren, wenn du bereits eine Gruppe von Menschen hast, die dich und deine Angebote kennen, mögen und vertrauen.

Fazit

Obwohl sich die meisten Instagram-User gerne über die Plattform inspirieren lassen, werden sie nicht unbedingt sofort zu Kunden. Wenn du deine Produkte oder Leistungen erfolgreich über Instagram verkaufen möchtest, nutze die Plattform, um eine Community aufzubauen und den Kaufwunsch anzuregen. Verlagere aber das “Verkaufsgespräch” außerhalb von Instagram, zum Beispiel in deinem Newsletter.

Das waren meine 3 Tipps, wie du deine Produkte oder Leistungen effektiver über Instagram verkaufen kannst. Welche Strategie spricht dich am meisten an und warum? Lass mich es gerne wissen in den Kommentaren!

Trajan